Màrta Kosztolànyi
wurde in Pècs (Ungarn) geboren. Ihre musikalische Ausbildung fing sie im Ungarischen Rundfunk-Kinderchor an, mit dem sie später auch als Klavierbegleiterin durch ganz Europa, die Sowjetunion und Japan reiste. Sie studierte Klavier, Chorleitung und Musiktheorie an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest. Ihr Gesangstudium bei Prof. Rolf Sartorius und Kammersängerin Edith Mathis an der Musikhochschule Wien beendete sie 1995 als ausgebildete Konzert- und Opernsängerin.
Auf Gastspielen in Wien, Budapest, Frankreich und Luxemburg war sie als Pamina, Blondchen (Mozart) und Euridice (Gluck) zu sehen. Von 1995 bis 2000 war sie festes Ensemblemitglied am Stadttheater Bern, wo sie zahlreiche Rollen sang, u.a. Marzelline (Fidelio), Susanna (Le nozze di Figaro), Nannetta (Falstaff), Gretel (Hänsel und Gretel), Martha (Martha), Adele (Die Fledermaus). 2001 trat sie als Adina (L'Elisir d'amore) im Stadttheater Pforzheim auf.
Ab dem Jahr 2000 am Staatstheater am Gärtnerplatz in München verpflichtet, sang sie Ihre Repertoirerollen wie Ilia (Idomeneo), Fiordiligi (Così fan tutte), Marzelline (Leonore), Micaela (Carmen), Antonia (Hoffmanns Erzählungen), Lauretta (Gianni Schicchi), Mimì (La Bohème), Undine (Undine). Als Gräfin Mariza war sie 2004 für den Münchner Merkur-Theaterpreis nominiert.
In den folgenden Jahren trat sie außerdem in der Semperoper Dresden, am Teatro Nacional Lisboa, Teatro Comunale Ferrara und Modena in den Rollen Clorinda (La Cenerentola) und Najade (Ariadne auf Naxos) auf.
Als Konzertsängerin hat sie bereits während ihres Studiums regelmäßig mit dem ORF- und dem Arnold Schönberg-Chor mit solistischen Aufgaben in den Wiener Konzertsälen, bei den Salzburger Festspielen und dem Steierischen Herbst Graz mitgewirkt. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Produktionen mit Werken zeitgenössischer Komponisten ergänzen Ihren Tätigkeitsbereich. Parallel zu Ihrer Bühnenbeschäftigung gab sie mehrere Liederabende mit verschiedenen Programmen (J. Haydn, G. Donizetti, V. Bellini, G. Verdi, E. Wolf-Ferrari, R. Schumann, Clara Schumann, J. Brahms, R. Strauss, K. Weill, A. Berg, B. Bartòk) - begleitet von dem berner Pianist Hansjürg Kuhn - und sang zahlreiche Oratorien-Partien.
In 2006 trat sie in der konzertanten Aufführung von H. W. Henze „Elegie für junge Liebende" als Elisabeth Zimmer am Staatstheater am Gärtnerplatz und bei „Festspiel+" an der Bayerischen Staatsoper als Liedsängerin mit Liedern von Arnold Schönberg auf, sowie mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks als Anitra in der Produktion „Peer Gynt" von Edvard Grieg und als Marzelline in Beethovens „Leonore" mit dem Beethoven Orchester Bonn.
Seit 2007 arbeitet sie als freiberufliche Sängerin und war an der Grazer Oper und in Klagenfurt als Gräfin Mariza, in Klagenfurt als Hanna Glawari (Die lustige Witwe); am Staatstheater am Gärtnerplatz als Minerva (Orpheus in der Unterwelt) und als Gräfin Mariza (Gräfin Mariza) zu sehen.
Sie sang die Najade (Ariadne auf Naxos) an der Bayerischen Staatsoper und an der Kölner Oper und L. v. Beethovens 9. Symphonie im Wiener Musikverein.
Sie trat als Nice (Ch.W.Gluck: La Danza) bei dem Musiksommer zwischen Inn und Salzach und als Agathe (Der Freischütz) am Staatstheater am Gärtnerplatz auf.
Im Weiteren bleibt sie dem Konzertgesang treu und gibt Liederabende auch in verschiedenen szenischen Projekten.
